Gelächelt werden muss immer: Die Flugbegleiter Ausbildung

Ob knifflige zwischenmenschliche Situationen, aufgebrachte Fluggäste, oder Passagiere, die in letzter Sekunde den Flieger noch erreichen: Der Job eines Flugbegleiters ist zwar eingebettet in einen Mythos vom „Abenteuer über den Wolken“, aber gelächelt werden muss immer! Doch bevor Sie in einer schicken Uniform Ihre Fluggäste auf dem Flug in ferne Länder betreuen und bewirten, müssen Sie eine Ausbildung erfolgreich absolvieren. Schon in dieser wir deutlich, dass der Mythos auf teilweise harter Arbeit basiert.

Von der Stewardess zum Flugbegleiter

Der Name Flugbegleiter hat sich weiter entwickelt aus der Bezeichnung Steward bzw. Stewardess; dies ist die offizielle Berufsbezeichnung des so genannten fliegenden Personals einer Fluggesellschaft. In der Regel werden Flugbegleiter in Verkehrsflugzeugen eingesetzt. Wenn Sie beispielsweise nach Mallorca in den Urlaub fliegen, werden Sie von den Flugbegleitern betreut, bewirtet und eingewiesen; auch während eines Notfalls, wie die geordnete Evakuierung auf Grund einer Notwasserung, sind die Flugbegleiter Ihre Ansprechpartner. Dass sie dabei ständig lächeln, ist eingeübt. Das bekommen sie schon während der Flugbegleiter Ausbildung eingetrichtert.

Allerdings existieren bei den sonstigen Lerninhalten keine allgemeinen Normen und Regelungen. Laut der Bundesagentur für Arbeit sind die Lehrinhalte bei der Ausbildung zum Flugbegleiter nicht einheitlich geregelt. Die Ausbildung ist eher durch einen Lehrgangscharakter gekennzeichnet, wobei sich die jeweils gültigen Vorschriften aus den Vorgaben des auszubildenden Betriebes bzw. Trägers ableiten.

Schulausbildung spielt nur eine Nebenrolle

Für die Flugbegleiter Ausbildung ist der erworbene Schulabschluss nicht das Maß aller Dinge. In der Regel ist ein zu erfüllendes Kriterium, dass Sie über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Und die Legende, dass Flugbegleiter mindestens 1,80 Meter groß gewachsen sein müssen, entpuppt sich schlichtweg als Mär. Im Normalfall reichen Körpergrößen zwischen 1,60 und 1,65 Meter aus, um eine Flugbegleiter Ausbildung beginnen zu können. Vorteile können Sie sich mit Ihren Sprachkenntnissen gegenüber Mitbewerbern verschaffen. Deutsch und Englisch sind – bei deutschen Gesellschaften – Pflicht, zudem wird es gerne gesehen, wenn Sie auch einer weiteren Sprache mächtig sind.

Flugbegleiter Ausbildung kann körperlich anstrengend werden

Zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten dauern gewöhnlich die diversen Lehrgänge. Der Zeitplan innerhalb der Flugbegleiter Ausbildung ist dabei randvoll. Schließlich sollen Sie hinterher Servicefähigkeiten in der Business- und Economy-Class besitzen, unterschiedliche Weinsorten dem Gast nahe bringen und prinzipiell durch ein durchweg professionelles Verhalten auffallen.

Um typische Berufssymptomen wie Jet Lag oder anderen Stressfaktoren zu begegnen, bieten die meisten Fluggesellschaften so genannte Stresstests, Deeskalations-Trainings und andere Übungseinheiten an. Auch eine notfallmedizinische Versorgung, Unterrichtung in Erste Hilfe und Seenotübungen zählen zur Kernkompetenz einer Flugbegleiter Ausbildung. Wenn dann noch Feuerlösch-Übungen und der Einsatz von Rettungsrutschen simuliert wird, kann die Flugbegleiter Ausbildung zu einem körperlich anstrengendem Unternehmen mutieren.

Siehe auch: Die Stewardess – stets uniform, stets zeitgemäß?