Ostspanien – Wenn Architektur zum Sinnbild wird

Katalonien, Valencia und die Balearischen Inseln – sie haben nicht nur jeweils eine eigene Amtssprache, sondern unterscheiden sich auch in Sachen Kunst und Architektur. Egal, ob Sie spontan Lust auf einen kleinen aber imposanten Kurzurlaub haben oder für längere Zeit den Spuren der bedeutendsten Architekten Europas folgen wollen: Mit den spanischen Airlines Vueling oder Iberia gelangen Sie innerhalb von ca. 2 Stunden nach Barcelona, u.a. zu den Flughären El Prat, Girona oder Reus. Auch vom kleinen Flughafen in Memmingen, Allgäu Airport (auch genannt München West), geht es nach Barcelona oder Palma de Mallorca.

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Katalonien: Modernisme – Architektur als Mittel der Rebellion

Statussymbole und soziale Umbrüche müssen nicht immer gewaltvoll oder prunkvoll sein. Lassen Sie sich von der verspielten und verschmitzten Art der Katalanen zeigen, wie in deren Heimat der Hase läuft.

Der Modernisme Kataloniens ist nicht zu vergleichen mit dem Jugendstil Europas, denn statt „nur“ den damaligen Zeitgeist auszudrücken, steht der Modernisme für das Streben nach Unabhängigkeit und Nationalstolz. Selbst der bekannte Ausdruck „Renaissance“ bekommt mit der katalanischen Version „Renaixença“ eine neue Bedeutung: Hier wird nicht die Ästhetik der alten Römer und Griechen wiedergeboren, sondern Katalonien erhebt sich voller Stolz und Würde, um in seiner prächtigsten Blüte zu stehen. Die katalanische Tradition und Kultur stehen also im Mittelpunkt. Die lebhaften Meisterwerke werden Sie von der damaligen Hingabe und Leidenschaft sowohl für das Vaterland als auch für die Kunst und Architektur überzeugen können.

Güell & Co erschaffen die Seele Kataloniens

Die Bourgeoisie erlangte im 19. Jahrhundert immer mehr Einfluss. Um dem Adel offiziell Konkurrenz machen zu können, war das Erbauen von imposanten Gebäuden die einzige und zugleich schönste Möglichkeit. Doch nicht nur das Streben nach Macht und Ansehen, sondern auch die Liebe zur Kunst und Bildung veranlasste die wohlhabende bürgerliche Oberschicht dazu, großzügige Aufträge an die besten Architekten des Landes zu vergeben.

So auch Eusebi Güell, der in der Textilindustrie und auf dem Immobilienmarkt erfolgreich war. Er entdeckte Antoni Gaudí im Rahmen einer Pariser Ausstellung und war vollends von ihm begeistert. Von ihm ließ er den weltbekannten Garten „Parque Güell“ und das Familienanwesenden – den „Palau Güell“ – in Barcelona errichten. Insgesamt weist Katalonien über 2000 Bauten im Jugendstil auf.

Drachen, Wappen und Maurische Elemente

Die nationalistische Haltung und das Betonen der Eigenständigkeit Kataloniens spiegeln sich deutlich in der Architektur wieder. So findet man häufig Symbole der katalanischen Identität, historische Formen und traditionelle Motive der katalanischen Volkskunst in den Gebäuden wieder.

Gaudí kehrte zum Beispiel immer wieder zum Motiv des Katalanischen Wappens und Patron St Jordi zurück. Seine Interpretationen von Drachen sind noch heute eines der bekanntesten Symbole Barcelonas. Die Kombinationen verschiedener Formen und Farben, verbunden durch kontrastreiche Materialien wie Backstein und Eisen, hinterlassen einen harmonischen und bleibenden Eindruck.

Auch spiegeln sich in den Gebäuden deutlich die Charaktere der Architekten wieder: Domènech i Montaner beispielsweise spielte gerne mit Keramikelementen an Fassaden und griff somit maurische Elemente auf, während Gaudí natürliche Formen und optimale Strukturen bevorzugte.

Gaudi © morguefile.com

Gaudi © morguefile.com

Auszeit im Künstlercafé: Café els Quatre Gats

Nach einer langen Tour durch Barcelona ist auch mal eine Verschnaufpause notwendig. Warum nicht im Café els Quatre Gats? Das Künstlercafé gilt als Geheimtipp in Barcelona. Denn auch wenn die Kunst anfangs noch im Schatten der Architektur stand, ließen die „Pinselvirtuosen“ nicht lange auf sich warten. Sie gründeten das Café „Die vier Katzen“ – Café els Quatre Gats (Ausdruck für „verrückte Leute“). Bis heute werden hier Werke ausgestellt und Konzerte gegeben. Namenhafte Künstler wie Pablo Picasso hatten hier ihre erste Kunstausstellung.

Valencia: Stadt der Künste und Wissenschaften

In die beeindruckende Stadt Valencia kommen Sie von München mit dem Flugzeug zwar nur über einen kurzen Zwischenstopp, beispielsweise in Madrid oder Barcelona, aber die öffentlichen Verbindungen vom Flughafen direkt nach Valencia City oder umliegende Städte lassen Sie schnell in den Urlaub starten.

Von Weltkulturerbe bis zum Epochenmix – Valencias interessante Zeitzeugen

Valencia überzeugt nicht nur mit modernen architektonischen Juwelen, sondern kann auch mit „alten“ baukünstlerischen Perlen dienen.
Zum Beispiel gehört die ehemalige Seidenfabrik „La Lonja“ zu den bedeutendsten gotischen Bauten Europas. Sie wurde unter Aufsicht von Steinmetzmeister Pere Compte 1533 fertiggestellt und ist heute Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Besonders interessant ist die Kathedrale Santa María de Valencia. An ihrer Fassade und Bauelementen sind die Veränderungen im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte gut zu sehen – immerhin hat jede Epoche an der Kathedrale ihre Spuren an den Fassaden und Kirchtoren hinterlassen. Gebaut auf dem Grund eines Römischen Tempels und einer Moschee, ist sie Zeitzeuge des Laufes der Geschichte: Die „Puerta de Apóstoles“ („Puerta“ ist das Spanische Wort für „Tür“ oder „Tor“) wurde romanisch beeinflusst, die „Puerta Barroca“ ist nur eins der vielen Akzente aus der Renaissance, des Barocks und des Klassizismus. Die „Torre de Miguelete“, der gotische Glockenturm, ist heute das Wahrzeichen der Stadt.

Calatravas Charakter prägt Valencia

Der Architekt Santiago Calatrava wird aus gutem Grund der Sohn der Stadt Valencia genannt. Immerhin hat er sieben bedeutende und repräsentative Gebäude in Valencia entworfen:

Calatrava's Architektur in Valencia

Calatrava’s Architektur in Valencia

  • L’Hemisfèric: Das IMAX-Kino in Form eines sich öffnenden und schließenden Auges ist ein wahrer Blickfang
  • Museo de las Ciencias Príncipe Felipe: Das Naturwissenschaftliche Museum ist von außen genauso interessant, wie von innen.
  • L’Umbracle: Der Botanische Garten stellt nicht nur Skulpturen Zeitgenössischer Künstler aus (u.a. Yoko Ono) , sondern wird nachts zur Freiluft- Diskothek
  • L’Oceanogràfic: Das Größte Ozeanium Europas beinhaltet ein Delfinarium und ein Unterirdisches Aquarium
  • Palau de les Arts Reina Sofía: Helmförmiges Opernhaus und Musikpalast
  • Zum höchsten Punkt der Stadt kommt man am „Pont de l’Assut de L’Or‘“
  • L’Àgora: in diesem geschlossenen Veranstaltungsplatz werden Konzerte gegeben sowie Ausstellungen und Sportveranstaltungen durchgeführt

Die Balearen als ehemalige Korsaren- und Pirateninseln

Wir empfehlen einen Flug vom Münchner Flughafen oder Memmingen: Die Balearischen Inseln sind innerhalb von 2 Stunden zu erreichen! Sollte Ihr Flug früh morgens starten, helfen wir Ihnen gerne, ein günstiges Hotel in Flughafennähe zu buchen.

Balearische Architektur, die Muse internationaler Künstler

Die „casaments“, die traditionellen Familienhäuser auf den Balearischen Inseln galten vielen internationalen Künstlern wie Chopin oder Miró als Inspirationsquelle. Die würfelförmigen, weißen Häuser spenden wohltuenden Schatten und kühlen die Einwohner in den heißen Mittagsstunden.
Dicke Mauern und kleine Fenster harmonieren mit flachen Dächern und ländlichen Verandas. Diese elegante Nüchternheit und die praktische Ästhetik wurden von unter anderem von den Architekten Le Corbusier, Sert und Elías Torres stark bewundert. Im Kontrast zum türkisen Wasser und dem feinen, hellen Sand geben die schlichten „cases“ ein idyllisches Bild.

Selva Mallorca Baleares © grantuco - Fotolia.com

Selva Mallorca Baleares © grantuco – Fotolia.com

Die Architektur der Balearen ist jedoch nicht immer so einheitlich wie bei den kleinen Häusern „casaments“: So unterschiedlich wie die Völker, die die Inseln bewohnten, so unterschiedlich sind auch die architektonischen Stile. Immerhin haben auch die Talaiokulturen, Römer, Byzantiner, Mauren und Goten ihre Spuren hinterlassen.

Einige Beispiele aus Mallorca sind:

  • Naturpark Mondragó
  • Brücke über den Torrent de San Jordi
  • Reste der Basilika San Fiol
  • Badeanlagen
  • Llotja (Handelsbörse)

Katalonien, Valencia, Balearische Inseln – buchen Sie einen anregenden Urlaub!

Ob Sie sich für Katalonien, Valencia oder die Balearischen Inseln entscheiden – die sagenhaften Kulturschätze dieser Regionen werden Sie genauso inspirieren und beeindrucken wie die freundliche und lockere Lebensart der Spanier. Eins ist jedenfalls sicher: Ein Genuss für das Auge und Entspannung für die Seele sind die Gebiete Ostspaniens – garantiert!

Hier finden Sie eine Übersicht spanischer Tourismusportale, die Ihre Reise vereinfachen.

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About Mallorca www.aboutmallorca.es Diese Webseite bietet Ihnen eine Übersicht der Strände, Gastronomie, Events, Ausflüge und dem Kulturerbe Mallorcas.
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