Airport-News · 1. November 2026 · Ralf Zmölnig
München-FSJ ist Deutschlands erster ACI-zertifizierter Airport für Barrierefreiheit


Das Wichtigste auf einen Blick
Der Flughafen München ist Deutschlands erster Airport mit Level 1 im Accessibility Enhancement Accreditation Programm von ACI World. Das Programm bewertet Barrierefreiheit ganzheitlich: von Infrastruktur über Prozesse und Schulungen bis zur Unternehmenskultur. Ziel ist eine durchgängige Reisekette für alle Passagiergruppen. Nach Angaben des Flughafens folgt als nächstes der Schritt in Richtung Level 2. ♿ Mehr Meldungen finden sich in der Rubrik airport-news.
ACI-Programm AEA: was es ist und warum es zählt
Das Accessibility Enhancement Accreditation (AEA) von ACI World ist das einzige internationale Programm, das gezielt die Barrierefreiheit von Flughäfen bewertet und akkreditiert. Es unterstützt Airports dabei, ihren Status zu messen, weiterzuentwickeln und Barrierefreiheit fest in Strategie und Alltag zu verankern.
So funktioniert die AEA-Akkreditierung
Die Bewertung ist ganzheitlich angelegt. Neben baulichen Aspekten spielen Management, Prozesse, Schulungen und die gelebte inklusive Kultur eine Rolle. Der Ansatz macht sichtbar, wie konsequent ein Airport Barrierefreiheit vom Leitbild bis zur täglichen Umsetzung denkt.
Level 1 in München: was die Auszeichnung beschreibt
Level 1 steht für Corporate Commitment und Policies: die unternehmerische Selbstverpflichtung, klare Richtlinien und eine Bestandsaufnahme des heutigen Stands. München hat diesen ersten Schritt erreicht und damit den Kurs verbindlich gesetzt. Der Flughafen erhielt die Auszeichnung im August 2026 als erster deutscher Airport auf diesem Level.
Ein Startpunkt auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit
Level 1 dokumentiert, dass Barrierefreiheit strategisch verankert und intern geregelt ist. Es ist der Auftakt zu weiteren Maßnahmen, die Prozesse und Trainings noch konkreter machen. Die Richtung ist klar, der Ausbau geht weiter.
Die drei Stufen des AEA-Programms im Überblick
Das Programm ist in drei aufeinanderfolgende Levels gegliedert. Jedes Level vertieft die Anforderungen und rückt Barrierefreiheit stärker in die tägliche Praxis.
- Level 1 – Corporate Commitment / Policies: Selbstverpflichtung, Richtlinien, Bestandsaufnahme der bestehenden Barrierefreiheit (München: Auszeichnung im August 2026).
- Level 2 – Governance / Training Plans: klare Strukturen, konkrete Aktions- und Trainingspläne für Mitarbeitende.
- Level 3 – Seamless Experience / Innovation / Inclusive Culture: nahtloses Reiseerlebnis, Innovationen und eine tief verankerte inklusive Kultur.
Nach dem Erreichen von Level 1 richtet München den Fokus auf Level 2. Das bedeutet, Governance, Trainings und konkrete Maßnahmen systematisch auszurollen.
Woran Flughäfen gemessen werden: Kriterien im Programm
Zu den Bewertungskriterien zählen laut Programm Struktur und Praxis gleichermaßen. Infrastruktur, Service, Information und Kultur werden zusammen betrachtet, damit Barrierefreiheit spürbar wird – von der Ankunft bis zum Abflug. Mehr dazu in Ankunft Flughafen München – Alles Wissenswerte.
Infrastruktur und Wegeführung
Bewertet werden barrierefreie Zugänge und Leitsysteme sowie die Anwendung von Design-Prinzipien entlang des Passagierweges. Auch die Einhaltung nationaler und internationaler Standards fließt in die Beurteilung ein.
Service und Kommunikation
Im Blick sind die PRM-Servicequalität, digitale Angebote sowie Informations- und Kommunikationsangebote. Dazu kommen Unterstützungsleistungen für Reisende mit eingeschränkter Mobilität – alles Bausteine einer verlässlichen Orientierung.
Strategie, Training und Kultur
Gewertet werden die Verankerung in der Unternehmensstrategie, Prozesse und Schulungen, die Sensibilisierung der Mitarbeitenden sowie die Zusammenarbeit mit Behindertenverbänden. Entscheidend ist die gelebte inklusive Unternehmenskultur.
Was das für Ihren Abflug ab München bedeutet
Für Sie heißt das: Sie reisen an einen Airport, der Barrierefreiheit sichtbar priorisiert und entlang des gesamten Reisewegs denkt. Die AEA-Akkreditierung bestätigt Strukturen und Ziele, damit die Reisekette möglichst nahtlos funktioniert – vom Zugang über Informationen bis zu Unterstützungsleistungen. ✈️ Für den Stellplatz bietet Parken am Flughafen einen kompakten Überblick nach Terminal und Standzeit.
Stimme aus der Flughafenleitung
Die Auszeichnung würdigt den Einsatz vieler Beteiligter am Airport – und setzt die Messlatte für die nächsten Schritte. Bei Anreise am Vorabend hilft Hotel mit Parken mit passenden Optionen in Freising, Hallbergmoos und Schwaig.
Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie ist das Ergebnis des engagierten Einsatzes vieler Kolleginnen und Kollegen an unserem Airport. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für eine barrierefreie Reiseerfahrung aller Passagiere am Flughafen München.
Ausblick: der nächste Schritt heißt Level 2

Nach Angaben des Flughafens liegt der Fokus nun auf Level 2. Damit rücken Governance-Strukturen, Aktionspläne und Trainings in den Mittelpunkt. Mit jedem Level wird Barrierefreiheit konkreter erlebbar – Ziel bleibt eine durchgängige Reisekette für alle Passagiergruppen.
Alle Angaben Stand November 2026 · Ralf Zmölnig


